IBAN

Die Abkürzung IBAN steht für International Bank Account Number, was in der deutschen Übersetzung „Internationale Bankkontonummer“ bedeutet. Es handelt sich dabei um eine standardisierte, internationale Bankkontonummer, die mit der Einführung des SEPA-Verfahrens ein europäischer Standard wurde. Seite dem Jahr 2014 ist die International Bank Account Number für europaweite SEPA-Überweisungen in allen teilnehmenden Ländern verpflichtend und wird beispielsweise für die Zahlungsmethode SEPA-Lastschrift als Kontonummer angegeben werden.

💡 News: Erhöhte Sicherheit und neue Pflichten bei der IBAN-Nutzung

Ab dem 9. Oktober 2025 wird die Verwendung der IBAN in der Europäischen Union durch eine verpflichtende Sicherheitsfunktion ergänzt: den IBAN-Abgleich oder auchVerification of Payee (VoP). Diese Neuerung ist Teil einer EU-weiten Verordnung zur Betrugsprävention und hat direkte Auswirkungen auf den Zahlungsverkehr und die Stammdatenpflege.

Was ändert sich konkret?

Banken und Sparkassen sind künftig verpflichtet, bei jeder SEPA-Überweisung automatisch zu prüfen, ob der vom Zahler eingegebene Empfängername mit dem Namen des tatsächlichen Kontoinhabers (dem Inhaber der angegebenen IBAN) übereinstimmt.

  • Ziel: Schutz vor Betrug (z. B. Rechnungsbetrug) und Vermeidung von Fehlüberweisungen.
  • Ablauf: Die Prüfung erfolgt in Echtzeit (innerhalb weniger Sekunden) vor der Freigabe der Überweisung.
  • Rückmeldung: Bei Abweichungen (z. B. Tippfehlern) erhalten Zahler einen Warnhinweis (oft nach einem Ampelsystem).
  • Haftungshinweis: Ignoriert der Zahler die Warnung und führt die Zahlung trotzdem aus, trägt er bei einer Fehlleitung oder einem Betrugsfall das volle Haftungsrisiko.


Die Internationale Bankkontonummer ist einheitlich gemäß der ISO-Zertifizierung 13616 aufgebaut: Sie besteht aus einer zweistelligen Länderkennung (bspw. DE für Deutschland), einer Prüfziffer (ebenfalls zweistellig), gefolgt von der meist 8-stelligen Bank-Identifikationsnummer (in Deutschland entspricht diese der Bankleitzahl) und schließlich der Kontonummer des jeweiligen Kunden. So umfasst die IBAN in Deutschland immer 22 Stellen. Sie sollte immer in 4er-Blöcken geschrieben werden und darf keine Kleinbuchstaben oder Sonderzeichen enthalten.


Vor der Einführung des SEPA-Verfahrens wurden grenzüberschreitende Zahlungsaufträge oftmals erschwert, da es keine einheitlichen Vorgaben für den Aufbau bzw. die Bezeichnung von Kontodaten gab. Das Europäische Komitee für Banken-Standards, das ECBS, hat deshalb die International Bank Account Number entwickelt. Diese vereinfacht die Abwicklung des Zahlungsverkehrs im europäischen Raum. Durch die Prüfziffer kann der Zahlungsauftrag noch vor der Abwicklung auf Korrektheit der Kontonummer und Bankverbindung überprüft werden.