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Online Mahnantrag

Online Mahnantrag stellen, wie gehe Ich dabei vor?

Sollten Ihre Kunden trotz mehrfacher Aufforderung und Zahlungserinnerung nicht antworten, haben Sie die Möglichkeit mit einem Mahnbescheid die offenen Forderungen einzutreiben. Den gerichtlichen Mahnbescheid können Sie ganz einfach online beantragen und übermitteln. Welche Voraussetzungen und Fristen Sie beim Antrag beachten müssen, um den Schuldner rechtssicher zur Zahlung der offenen Summen zu verpflichten, zeigen wir Ihnen in diesem Artikel.

Was ist ein Online Mahnantrag?

 

Beim Online Mahnantrag handelt es sich um den korrekten und notwendigen Antrag für einen gerichtlichen Mahnbescheid. Diesen können Sie beantragen, wenn Ihr Kunde offene Forderungen nicht fristgerecht ausgleicht. Dadurch verpflichten Sie ihn gerichtlich zur Zahlung. Indem Sie den Antrag oder die Anträge online ausfüllen, geht dieser automatisch beim zuständigen Gericht ein. Zu diesem Zeitpunkt müssen Sie Ihre Forderung auch nicht beweisen, daher lässt sich eine Zahlung dank Online Mahnantrag schnell erzwingen.

Wer darf einen Online Mahnantrag stellen?

Grundsätzlich darf jeder einen Online Mahnantrag stellen, der berechtigte Forderungen von einem Schuldner hat. Das bedeutet, dass die gesetzte Frist bzw. die gesetzliche Zahlungsfrist von 30 Tagen bereits abgelaufen sein muss. Zudem müssen mögliche Mängel- oder Reklamationsansprüche bereits ausgeschlossen sein. Ebenso sollten Fehler und Irrtümer vermieden werden. Ansonsten besteht die Gefahr, dass der Schuldner dem Mahnantrag widersprechen kann und Sie ein Klageverfahren riskieren.

Wann wird ein Online Mahnantrag gestellt?

Der Mahnbescheid sollte immer als letzte Möglichkeit gewählt werden. Zwar ist die Erfolgswahrscheinlichkeit bei einem gerichtlichen Mahnverfahren sehr hoch, jedoch ist die Beziehung zum Kunden oder Schuldner in den meisten Fällen unwiderruflich zerstört. Sie sollten den Online Mahnantrag also im besten Fall erst nach mehrmaligen Mahnen stellten, nicht schon nach dem 1. Mahn Erlass. Gesetzlich erlaubt ist die Beantragung jedoch bereits nach Ablauf der vereinbarten Frist bzw. der gesetzlichen Zahlungsfrist von 30 Tagen.

Wie wird ein Online Mahnantrag gestellt?

Sind alle Voraussetzungen für einen Online Mahnantrag erfüllt, können Sie diesen online stellen. Neben der Sicherstellung, dass die Forderung berechtigt ist, also die Zahlungsfrist abgelaufen ist, keine Mängel- oder Reklamationsansprüche bestehen und sonst auch keine Fehler gemacht wurden, sollten Sie darauf achten, dass der Zahlungsanspruch nicht verjährt ist und Sie bereits außergerichtlich versucht haben, den Schuldner zur Zahlung zu bewegen. Ist das so, können Sie auf der offiziellen Webseite der deutschen Mahngerichte einen Mahnbescheid beantragen.


Prozess und Ablauf

Auf der Webseite der deutschen Mahngerichte können Sie direkt online einen Mahnantrag stellen oder ein Mahnantrags-Muster herunterladen. Ihre Forderung wird nicht geprüft, Sie müssen also keine Beweise vom bisherigen Verlauf vorlegen oder hochladen. Das Mahngericht prüft lediglich, ob Ihre Angaben formal korrekt und vollständig sind. Mit Abschluss des Online Mahnantrags haben Sie erfolgreich einen Mahnbescheid beantragt.

Wo soll der Antrag eingereicht werden?

Sie müssen den Antrag nicht mehr in Papierform einreichen, sondern erledigen den gesamten Prozess online auf der Webseite der deutschen Mahngerichte. So geht der Antrag auf dem Postweg auch nicht verloren und das jeweils zuständige Gericht erhält Ihren Antrag automatisch.

Welche Informationen benötige Ich für einen Online Mahnantrag?

Da das Gericht prüft, ob Ihre Angaben im Mahnantrag vollständig und formal korrekt sind, sollten Sie darauf achten, dass Sie alle Informationen im Antrag angeben. In 6 einfachen Schritten können Sie sicherstellen, dass Sie den Mahnantrag korrekt stellen:

Angaben zum Antragsteller: Für gewöhnlich sind Sie, ein Anwalt oder ein Inkassounternehmen der Antragsteller


Angabe der persönlichen Daten und Adresse: Hier tragen Sie die entsprechenden Informationen ein, bei einem Antrag als Privatperson sind das Ihre persönlichen Daten und Adresse, bei einem Antrag als Unternehmen die Daten und Adresse des Unternehmens.


Name & Anschrift des Antragsgegners: Haben Sie bereits die Daten Ihres Schuldners, können Sie diese hier eintragen. Andernfalls müssen Sie diese recherchieren.


Angaben zur Forderung und den Zinsen: Hier tragen Sie die Art Ihrer Forderung, die Rechnungsnummer sowie das Fälligkeitsdatum ein. Ebenso können Sie 5% Verzugszinsen auf die offene Forderung geltend machen.


Angaben zu Ihren Auslagen und Nebenforderungen: Zusätzlich können Sie auch Porto-, Druck-, Inkasso- oder Bankrücklastkosten auflisten.


Allgemeine Angaben zum Antrag: Sie müssen zudem entscheiden, ob Sie im Falle eines Widerspruchs gegen den Mahnbescheid ein Gerichtsverfahren eröffnen möchten.

Der genaue Ablauf

Durch den Online Mahnantrag können Sie ein gerichtliches Mahnverfahren einleiten. Ist das Mahnverfahren erfolgreich, erhalten Sie dadurch einen vollstreckbaren Titel zur Durchsetzung der Zahlung, beispielsweise durch einen Gerichtsvollzieher. Dabei gibt es bestimmte Schritte und Fristen im Ablauf, welche Sie beachten müssen.

Erstellung

Den Mahnbescheid beantragen Sie online auf der Webseite der deutschen Mahngerichte. In verschiedenen Schritten werden Sie durch die Erstellung des Antrags geleitet, welcher nach Abschluss direkt an das zuständige Gericht versendet wird.

Zustellung

Das zuständige Gericht bearbeitet und prüft Ihren Mahnantrag auf Vollständigkeit und formale Korrektheit. Sind alle Angaben vorhanden und korrekt ausgefüllt, stellt das Gericht Ihrem Schuldner den Mahnbescheid zu.

Fristen

Der Schuldner hat nach Erhalt des Mahnbescheids eine 14-tägige Widerspruchsfrist. Läuft diese Frist ab, können Sie den Vollstreckungsbescheid beantragen. Hier hat Ihr Schuldner ebenfalls 14 Tage Zeit, Einspruch gegen den Vollstreckungsbescheid einzulegen. Tut er dies, kommt es automatisch zu einem Gerichtsverfahren, bei dem Sie vor Gericht beweisen müssen, dass Ihre Forderung auch berechtigt ist.

 

Was kostet ein Online Mahnantrag?

 

Der Online Mahnantrag ist eine kostengünstige Lösung, damit Sie offene Forderungen von Schuldnern eintreiben können. Die Kosten sind gesetzlich festgelegt und orientieren sich am Streitwert. Mit der Höhe Ihrer Forderung lassen sich die Kosten mit einem Prozess- & Gerichtskostenrechner berechnen.

Bei einem Streitwert bis zu 1.000 € betragen die Kosten für einen Online Mahnantrag lediglich 32 €. Steigt der Streitwert auf bis zu 5.000 € zahlen Sie bereits 73 €. Bei bis zu 10.000 € belaufen sich die Gerichtskosten auf 120,50 €. Bei 25.000 € und mehr Streitwert werden 185,50 € für den Online-Mahnantrag fällig.

So wird ihre Forderung schnell und ordentlich eingeholt

Selbst beim Online Mahnantrag können Fehler unterlaufen, welche im schlechtesten Fall bedeuten, dass das Gericht Ihren Antrag nicht akzeptiert und kein Mahnverfahren einleitet, es kommt also zu einer Monierung. Damit Fehler vermieden werden, können Sie auch die Unterstützung eines Anwalts oder darauf spezialisierten Unternehmen in Anspruch nehmen. So werden Ihre Forderungen geprüft und der Mahnantrag professionell gestellt. Auf diese Weise wird Ihre Forderung schnell und ordentlich eingeholt.

Wie unterstützt mich abilita.de bei der Erstellung eines Online Mahnantrages?

Damit Sie sich keine Gedanken über offene Forderungen machen müssen, unterstützt abilita Sie in allen Belangen rund um Rechnungen und offene Forderungen. Wir übernehmen das komplette Forderungsmanagement inklusive Mahnwesen für Sie. Sollten Ihre Kunden nicht fristgerecht zahlen, beantragen wir professionell den gerichtlichen Mahnbescheid. Auf diese Weise erhalten Sie Ihr Geld schnell und sicher. abilita. das rechnet sich.