Verrechnungsscheck

Wie wird ein Verrechnungsscheck erstellt?

Wenn Sie eine offene Forderung begleichen müssen, sind Schecks eine schnelle und einfache Option, um dies zu erledigen. Um einen Scheck auszustellen, benötigen Sie eine Vorlage, welche Ihre Bank zu Verfügung stellt. Damit der Verrechnungsscheck auch gültig ist und vom Zahlungsempfänger eingelöst werden kann, dürfen Sie nicht vergessen, den Scheck zu unterschreiben. Was noch bei der Ausstellung eines Verrechnungsschecks beachtet werden muss, wie lange dieser gültig ist und welche Alternativen es zum Verrechnungsscheck gibt, erfahren Sie hier bei abilita.

 

1. Was ist ein Verrechnungsscheck?

 

Eine gültige Zahlart ist die Verwendung von Schecks. Dabei handelt es sich um eine Anweisung an die eigene Bank, den Geldbetrag, welcher auf dem Scheck angegeben ist, an den Schecknehmer auszuzahlen. Dabei wird zwischen verschiedenen Scheck-Arten unterschieden. Dazu gehört auch der Verrechnungsscheck. Damit dieser Scheck auch gültig ist und verwendet werden kann, muss der Verrechnungsscheck einige Kriterien erfüllen.

Zunächst muss das Dokument auch mit dem Wort „Scheck“ gekennzeichnet sein. Auch der Name der Bank, welche die Anweisung für die Bezahlung erhält, muss angegeben sein. Zudem muss der Geldbetrag sowohl in Ziffern als auch in Worten aufgeführt werden und es muss ersichtlich sein, wann und wo der er ausgestellt wurde. Auch muss jeder Scheck vom Zahlungspflichtigen unterschrieben werden. Sollte dies nicht der Fall sein, kann der Scheck nicht eingelöst werden. Damit ein gewöhnlicher Scheck auch zu einem Verrechnungsscheck wird, muss auf dem Dokument die Kennzeichnung „nur zur Verrechnung“ vorhanden sein.

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Im Vergleich zu anderen Schecks darf ein Verrechnungsscheck nicht bar ausgezahlt werden. Somit wird der Betrag dem Konto des Empfängers gutgeschrieben. Der Vermerk, dass der Scheck nur zur Verrechnung gültig ist, erhöht auch die Sicherheit. Dadurch können Transaktionen nach der Auszahlung nachvollzogen werden, was bei einer Barauszahlung nicht der Fall ist.

 

2. Warum verwendet man noch immer Verrechnungsschecks?

Schecks sind Wertpapiere, die beispielsweise für die Auszahlung von Löhnen, Bezahlung von Waren und mehr verwendet werden. Je nachdem, für welchen Zweck der Scheck verwendet wird, gibt es unterschiedliche Arten der Schecks. Diese sind weltweit verbreitet und werden noch immer gerne eingesetzt, um jegliche Zahlungen zu tätigen.

a.) Vorteile

Verrechnungsschecks stellen eine bargeldlose Form der Bezahlung dar. Zudem verläuft die Übermittlung des Geldes relativ schnell. Somit bekommt der Zahlungsempfänger das Geld bereits wenige Tage nach dem Einlösen des Schecks auf dem Konto gutgeschrieben. Auch das Einlösen selbst ist relativ unkompliziert. Dafür muss der Verrechnungsscheck in der Regel bei der eigenen Bank abgegeben und ein dazugehöriges Formular ausgefüllt werden.

Falls eine direkte Übergabe des Schecks nicht möglich ist, kann der Scheckaussteller den Verrechnungsscheck auch per Post an den Empfänger verschicken. Sollte nach dem Versenden ein triftiger Grund bestehen, kann der Verrechnungsscheck gesperrt werden. Somit kann die Zahlung auch nach dem Versenden noch verhindert werden.

b.) Nachteile

Mit der steigenden Anzahl an Bezahlmöglichkeiten werden Schecks immer weniger genutzt. Das liegt teilweise auch daran, dass die Nutzung von Schecks auch gewisse Risiken mit sich bringt, sowohl für den Empfänger als auch für den Aussteller. So ist nicht ersichtlich, ob der Verrechnungsscheck überhaupt gedeckt ist und der Zahlungspflichtige genug Geld auf seinem Bankkonto hat. Sollte dies nicht der Fall sein, kann die Überweisung nicht stattfinden. Der Zahlungspflichtige kann jedoch schwer vorausplanen, wann genau der Empfänger den Verrechnungsscheck einlösen möchte. Damit hier keine Probleme entstehen, muss der Betrag somit bis zur Einlösung des Schecks vollständig auf dem Konto verfügbar sein.

 

3. Wie löse ich einen Verrechnungsscheck ein?

 

Ein Verrechnungsscheck kann schnell und einfach eingelöst werden. Dafür können Sie den Scheck bei Ihrer Filialbank abgeben. Dafür muss ein Formular ausgefüllt werden. Hier muss in der Regel das Datum, an dem Sie den Verrechnungsscheck einlösen und Ihre Bankverbindung angegeben werden, auf der die Gutschrift erfolgen soll. Zuletzt wird Ihre Unterschrift benötigt. Dann muss überprüft werden, ob der Aussteller des Verrechnungsschecks auch genügend Geld auf seinem Konto besitzt, um den Betrag auszuzahlen. Aus diesem Grund erhalten Sie das Geld meist erst einige Tage nach dem Einlösen des Schecks. Somit erfolgt die Überweisung der Summe unter Vorbehalt. Dies bedeutet: wenn das Konto des Zahlungspflichtigen nicht ausreichend gedeckt ist, wird der Betrag nicht überwiesen.

Wenn Sie Kunde einer Direktbank sind, welche keine Filialen besitzt, können Sie Ihren Verrechnungsscheck auch einlösen, indem Sie ihn per Post an Ihre Bank schicken. Auch hier ist das Ausfüllen eines Formulars erforderlich, welches Sie in der Regel auf der Homepage Ihrer Bank finden und ausdrucken können.

 

4. Was muss bei der Erstellung eines Schecks beachtet werden?

Es ist möglich, dass Sie Schecks auch selbst ausstellen können. Dafür müssen jedoch entsprechende Vorlagen Ihrer Bank verwendet werden. Sie sollten bei der Erstellung eines Verrechnungsschecks beachten, dass alle notwendigen Angaben enthalten sind. Ansonsten ist der Scheck nicht gültig und somit wertlos. So muss das Dokument auch als Scheck benannt sein, zudem muss Ihre Bank und der auszuzahlende Betrag in Ziffern und in Zahlen angegeben werden und die klare Zahlungsanweisung muss enthalten sein. Zudem muss gekennzeichnet sein, wo und wann Sie den Scheck ausgestellt haben. Bei einem Verrechnungsscheck müssen Sie das Dokument zusätzlich mit den Wörtern „nur zur Verrechnung“ kennzeichnen. Zuletzt müssen Sie als Scheckaussteller den Verrechnungsscheck unterschreiben. Nachdem Sie den Verrechnungsscheck erfolgreich ausgestellt haben, sollten Sie darauf achten, dass auf Ihrem Konto genug Geld vorhanden ist und der Scheck somit gedeckt ist.

 

5. Welche Alternativen gibt es zum Verrechnungsscheck?

Der Verrechnungsscheck ist eine optimale Option für eine bargeldlose Geldübertragung. Allerdings werden auch Alternativen angeboten, die teilweise mehr Sicherheit aufweisen oder nur von bestimmten Personen eingelöst werden können.

a.) Barscheck

Der Barscheck kann im Vergleich zu einem Verrechnungsscheck auch bar eingelöst werden. Dies kann jedoch nur bei der ausstellenden Bank erledigt werden. Somit wird beim Einlösen der gesamte Betrag des Schecks dem Zahlungsempfänger bar ausgezahlt. Hierbei kann jeder, der den Barscheck in diesem Moment besitzt, den Scheck einlösen. Die Bank muss hierbei keine Berechtigung dafür überprüfen. Dadurch, dass Barschecks nur bar ausgezahlt werden, ist es für unbefugte Personen einfacher, an das Geld zu gelangen. Das liegt daran, dass nach dem Einlösen des Barschecks eine Rückverfolgung nicht möglich ist.

b.) Orderscheck

Der Orderscheck wird „Mit Order an“ ausgestellt, was bedeutet, dass der Aussteller den Berechtigten mit Namen auf dem Scheck kennzeichnet. Somit kann der Orderscheck auch nur von dieser benannten Person eingelöst werden. Damit der Scheck auch gültig ist, muss er von dem Aussteller und dem Scheckempfänger unterschrieben werden. Beim Einlösen wird anschließend der entsprechende Geldbetrag vom Konto des Ausstellers abgebucht und dem Zahlungsempfänger ausgezahlt. Da hier der Geldbetrag nur an die Person ausgezahlt wird, welche vom Aussteller auf dem Scheck gekennzeichnet wurde, ist die Sicherheit besonders hoch. Deswegen wird der Orderscheck gerne bei besonders großen Beträgen verwendet.

c.) Inhaberscheck

Ein Inhaberscheck darf an diejenige Person ausgezahlt werden, welche im Moment der Inhaber ist. Dies stellt einen besonders geringen Aufwand für die Bank dar, da diese keine Identitätsprüfung durchführen muss. Somit ist das Einlösen des Schecks im Vergleich zum Orderscheck nicht auf eine bestimmte Person beschränkt.

d.) Namenscheck

Ein Namensscheck wird für eine bestimmte Person ausgestellt, welche auch die einzige Person ist, die den Scheck einlösen darf. Übertragungen der Berechtigung für die Einlösung des Namenschecks ist ebenfalls nicht möglich. Bei einem Namensscheck handelt es sich um eine besonders sichere Art der Geldübertragung. Beim Einlösen des Schecks muss die Bank die Identität und Berechtigung der Person überprüfen. Somit können Unbefugte schwer an das Geld gelangen.

 

6. Wie unterscheidet sich der Verrechnungsscheck vom Barscheck?

Ein Verrechnungsscheck und ein Barscheck sind sich grundsätzlich sehr ähnlich. Beide müssen die Voraussetzungen eines Schecks erfüllen, um gültig zu sein. Allerdings besteht hier der Unterschied, dass der Verrechnungsscheck den zusätzlichen Vermerk „nur zur Verrechnung“ aufgeführt haben muss. Beim Einlösen der beiden Schecks ist der größte Unterschied, dass ein Barscheck bar ausgezahlt wird. Bei einem Verrechnungsscheck ist dies nicht möglich. Das Einlösen eines Verrechnungsschecks läuft komplett bargeldlos ab. In diesem Fall wird die entsprechende Summe auf das Konto des Empfängers überwiesen.

 

7. Wie lange ist ein Scheck gültig?

Um genau bestimmen zu können, wie lange Ihr Scheck gültig ist, müssen Sie auf das Ausstelldatum achten. Ab diesem Zeitpunkt haben Sie acht Tage Zeit, den Scheck einzulösen. Bestenfalls lösen Sie den Scheck so schnell wie möglich ein, um jegliche Probleme zu vermeiden. Einige Banken nehmen auch Schecks an, nachdem die 8-Tage-Frist bereits abgelaufen ist. Falls nicht, muss der Aussteller denselben Scheck nochmals ausstellen, um ihn einlösen zu können.

Schecks, welche im Ausland ausgestellt wurden, haben in der Regel eine längere Zeitspanne, in der sie eingelöst werden können. So beträgt die Frist bei Schecks, die in Europa ausgestellt wurden, 20 Tage. Alle weiteren Schecks können noch innerhalb von 70 Tagen eingelöst werden.

FAQ

Wofür wird ein Verrechnungsscheck verwendet?

Ein Verrechnungsscheck wird für die bargeldlose Geldübertragung verwendet. Der Scheck wird ausgestellt und der Zahlungsempfänger bekommt den entsprechenden Betrag nach dem Einlösen des Schecks bei der Bank auf sein Konto gutgeschrieben.

Gibt es noch andere Arten von Schecks?

Neben dem Verrechnungsscheck werden zusätzlich weitere Arten von Schecks angeboten. Alternativen zum Verrechnungsscheck sind beispielsweise die Barschecks, Namenschecks oder Orderschecks.

Wie kann ich einen Verrechnungsscheck selbst erstellen?

Der Verrechnungsscheck muss alle Voraussetzungen eines Schecks erfüllen, um gültig zu sein. Zusätzlich muss der Vermerk „nur zur Verrechnung“ auf dem Scheck vermerkt sein.

Über den Autor

Beniamin Marfici wurde in Rumänien geboren, wuchs in Spanien auf und lebt seit 2012 in Deutschland. 2020 schloss er seine Ausbildung als Kaufmann für Büromanagement ab und arbeitet seitdem als Sacharbeiter für Inkassotätigkeiten bei abilita. Hier kann er seine Stärken – unter anderem sein Sprachtalent und seine Kommunikationsfähigkeit – perfekt einbringen.