Zahlungsverkehr

Funktionsweise und nützliche Informationen

Einkäufe im Internet, der Besuch eines Restaurants oder die Beauftragung einer Dienstleistung haben vieles gemeinsam - darunter auch, dass eine Rechnung ausgeglichen werden muss. Diesen Vorgang nennt man unter anderem auch „Zahlungsverkehr“, denn für eine Ware oder Dienstleistung wird im Austausch eine Zahlung geleistet. Wie dieser Zahlungsverkehr abläuft, was dabei mit dem Geld passiert und welche Varianten es gibt, möchten wir Ihnen in diesem Artikel erläutern.

Was passiert beim Zahlungsverkehr mit meinem Geld?

 

Unter dem Begriff des Zahlungsverkehrs versteht man grundsätzlich den Austausch von Geldmitteln bzw. Zahlungsmitteln zwischen einzelnen Personen und/oder Unternehmen. Dabei unterscheidet man im Zahlungsverkehr zwischen verschiedenen Zahlungsmethoden. Zahlungsverkehr kann sowohl mit Bargeld, als auch elektronisch stattfinden. Beim Online Banking beispielsweise findet der dieser komplett bargeldlos und vollständig virtuell statt.

Je nach Zahlungsmethode weist man dabei seine Bank mit der Transaktion eines gewünschten Geldbetrages an oder die fällige Summe wird vom Zahlungsempfänger selbstständig über dessen Bank eingefordert. Zum Ausgleich einer Rechnung zum Beispiel, wird dabei das Geld vom eigenen Girokonto durch die jeweilige Bank abgebucht und durch die Bank des Empfängers auf dessen Konto gutgeschrieben. Abhängig von der Zahlungsmethode liegt dabei die Verantwortung für den Zahlungsverkehr entweder bei einem selbst oder beim Zahlungsempfänger.


Wie genau läuft der Zahlungsverkehr ab?


Beim Zahlungsverkehr wird eine bestimmte Geldsumme zwischen zwei Personen und/oder Unternehmen übertragen. Dies ist zum Beispiel im Handel beim Kauf einer Ware oder auch einer Dienstleistung der Fall. Viele dieser Zahlungen finden im Alltag mit Bargeld statt. So wird beim Kauf der Ware oder nach Erhalt einer Dienstleistung der offene Rechnungsbetrag direkt in Form einer Barzahlung beglichen. Aber auch im privaten Bereich findet ein Großteil des Zahlungsverkehrs mit Bargeld statt.

Eine weitere Form ist der elektronische Zahlungsverkehr. Anders, als bei Bezahlvorgängen mit Bargeld, findet der elektronische Zahlungsverkehr zumeist über ein Zahlungsinstitut und vollkommen bargeldlos statt. Dabei unterscheidet man zwischen unterschiedliche Zahlungsmethoden beim elektronischen bzw. bargeldlosen Zahlungsverkehr.


Welche Formen des Zahlungsverkehrs gibt es?

 

Wie bereits erläutert, gibt es unterschiedliche Formen bzw. Methoden des Zahlungsverkehrs. Grundsätzlich kann man zwischen bargeldlosen, also elektronischen, oder bargeldhaltigen Transaktionen unterscheiden. Damit Sie einen kleinen Überblick erhalten, haben wir die gängigsten Formen übersichtlich zusammengefasst:

Bargeld

Die Bezahlung mit Bargeld stellt dabei den Klassiker unter den Zahlungsarten dar. Gerade im Alltag bzw. im privaten Bereich ist diese Art des Zahlungsverkehrs am meisten verbreitet und genießt große Beliebtheit.

Bei der Zahlung mit Bargeld wechselt die Geldsumme direkt in Form von Münzen und Scheinen den Besitzer. Dies ist beispielsweise beim Bezahlvorgang an einer Supermarktkasse, im Kaufhaus oder im Restaurant der Fall. Die Summe wird somit direkt zwischen den handelnden Personen übertragen, ohne dass ein Zahlungsinstitut involviert ist.

Giro- oder Kreditkarte

Die Zahlung per Giro- oder Kreditkarte ist oftmals bequem und schnell erledigt. Dabei unterscheidet man grundsätzlich zwischen zwei unterschiedlichen Verfahren - dem Bezahlen mit PIN-Eingabe bzw. mit Unterschrift oder dem kontaktlosen Bezahlen, welches bis zu einem bestimmten Limit ohne Eingabe einer PIN funktioniert.

Muss man beim Bezahlvorgang seine PIN eingeben, sendet das Terminal eine elektronische Anfrage an die Bank und prüft, ob das entsprechende Konto ausreichend gedeckt ist. Ist dies der Fall, wird der fällige Betrag direkt geblockt. Dies bietet dem Händler die Sicherheit, dass er sein Geld garantiert erhält. Allerdings fallen für dieses Verfahren für den Händler entsprechende Kosten an.

Ist für die Bezahlung eine Unterschrift erforderlich, wie es oftmals auch bei EC-Karten der Fall ist, erfolgt die Abbuchung des offenen Betrages im Lastschriftverfahren. Dies ist für den Händler kostenlos, birgt allerdings auch das Risiko, dass das Konto des Käufers nicht ausreichend gedeckt ist oder dieser die Überweisung zurückfordert und somit zusätzlich Kosten anfallen.

Beim kontaktlosen Bezahlen entfallen diese Sicherheitsüberprüfungen bei einem Betrag bis zu einem bestimmten, vom Zahlungsinstitut gesetzten Limit. Hierbei wird die Karte in die Nähe eines Lesegeräts gehalten und der Betrag, ähnlich wie beim aufladbaren Geldchip, in Echtzeit vom Konto abgebucht. Noch verfügen nicht alle Karten über diese Funktion, Sie erkennen jedoch anhand des Symbols mit 4 Wellen auf Ihrer Karte, ob sie kontaktlos zahlen können.

Viele Händler greifen dabei auf Zahlungsdienstleister wie abilita zurück, welche die Abwicklung der Zahlungsvorgänge teilweise oder vollständig übernehmen.


Scheck

Ein in Deutschland relativ selten gewordenes Zahlungsmittel stellt die Bezahlung mit einem Scheck dar. Bei einem Scheck handelt es sich um ein Zahlungsmittel in Papierform. Auf dem Scheck ist der entsprechende Betrag, der sogenannte Scheckbetrag, vermerkt. Reicht der Empfänger des Schecks diesen bei seiner Bank ein, wird der Scheckbetrag vom Konto des Ausstellers an den Empfänger ausgezahlt.

Dabei unterscheidet man zwei Arten von Auszahlungen. Am häufigsten verbreitet ist der sogenannte Verrechnungsscheck. Diesen löst der Empfänger bei seiner Bank ein und erhält den Scheckbetrag auf seinem Konto gutgeschrieben. Bei Barschecks hingegen berechtigt dieser den Empfänger zur Auszahlung des Geldbetrags beim Geldinstitut des Ausstellers.

Überweisung

Bei der Überweisung muss der Sender der Zahlung einen sogenannten Überweisungsträger ausfüllen. Dies kann zum einen in Papierform erfolgen als elektronisch beim Online-Banking. Dabei muss dieser Kenntnis über die Kontodaten (Name und IBAN) des Empfängers haben. Des weiteren erfordert der Überweisungsträger die Angabe der eigenen Kontoinformationen sowie eines Verwendungszwecks.

Gerade im Online-Banking gibt es dabei unterschiedliche Varianten der Überweisung. Dies sind beispielsweise die sogenannte Sofortüberweisung, Paydirekt oder Giropay. Anders als bei der klassischen Überweisung finden diese direkt statt. Sofort nach der Zahlung erhält der Händler dabei die Bestätigung, dass die Überweisung getätigt wurde. Bei einer klassischen Überweisung beträgt die Bearbeitungszeit je nach Bank in der Regel ein bis drei Bankarbeitstage.

Lastschrift

Das Lastschriftverfahren ist für den Kunden oftmals sehr bequem. Erteilt dieser sein Einverständnis in Form einer Einzugsermächtigung, liegt die Verantwortung für den Zahlungsverkehr beim Händler. Dieser muss den Einzug des entsprechenden Betrags bei seinem Zahlungsinstitut beauftragen.

Als Kunde hat man dabei die Sicherheit, Zahlungen nicht zu vergessen und im Zweifelsfall den Einzug widerrufen zu können. Für Händler bietet diese Zahlungsweise zwar den Vorteil, selbst über den Einzug des Geldbetrages bestimmten zu können, allerdings läuft man auch Gefahr, dass das Konto des Kunden beispielsweise nicht ausreichend gedeckt ist oder der Kunde die Lastschrift widerruft. Beides ist für den Händler nicht nur ärgerlich, sondern auch mit weiterem Aufwand und Gebühren verbunden.


Welche Unterschiede gibt es beim Auslandszahlungsverkehr?

 

Beim Auslandszahlungsverkehr unterscheidet man grundsätzlich zwischen Transaktionen innerhalb und außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR). Innerhalb des EWR ist der Zahlungsverkehr relativ unkompliziert. Dank SEPA-Verfahren benötigt man neben der IBAN des Empfängers zusätzlich nur den BIC des Zahlungsinstituts.

Findet der Zahlungsverkehr allerdings in ein sogenanntes Drittland (außerhalb des EWR) statt, kann zudem die SWIFT-Nummer des Zahlungsempfängers benötigt werden. Dabei können sowohl die Dauer bis zum Geldeingang als auch die Gebühren je nach Empfangsland und Zahlungsinstitut variieren. Neben den anfallenden Gebühren gilt es auch den Wechselkurs in die entsprechende Landeswährung zu beachten.


Wie unterstützt mich abilita bei meinem Zahlungsverkehr?


Als Dienstleister im Bereich Zahlungsabwicklung steht Ihnen abilita in allen Fragen rund um den Zahlungsverkehr zu Seite. Wir kümmern uns um die Abwicklung all Ihrer Zahlungen. Profitieren Sie dabei sowohl von einer kompetenten Betreuung und einer Abwicklung Ihrer Zahlungen, als auch von einem vollumfänglichen Angebot an unterschiedlichen Zahlungsmethoden. Bieten Sie Ihren Kunden die maximale Auswahl an Zahlungsmethoden an und steigern Sie damit gleichzeitig die Kundenzufriedenheit.

Mit abilita können Sie sich wieder auf das Wesentliche konzentrieren. Wir übernehmen dabei die vollständige Überwachung und Durchführung Ihrer Zahlungsvorgänge. Fragen Sie uns unverbindlich an und lassen Sie sich beraten. abilita | das rechnet sich.

Über die Autorin

Elisabeth Eichenseer arbeitet seit über zehn Jahren als Inkassosachbearbeiterin bei abilita. Sie betreut vorrangig Großkunden (Key Account Management) und das Auslandsinkasso, führt das operative Tagesgeschäft im kaufmännischen Mahnwesen durch und wirkt bei der Umsetzung und Betreuung von IT-Projekten mit. Aufgrund ihrer zahlreichen Fort- und Weiterbildungen ist sie bei abilita Ausbilderin und Teamleiterin im Inkasso.