Ratenzahlungs­vereinbarung

Ihre Kunden oder Sie selbst möchten sich etwas Neues anschaffen, aber momentan kann die gesamte Kaufsumme nicht auf einmal geleistet werden? Dieses Problem können Sie mit der Ratenzahlungsvereinbarung lösen. Wann kann in Raten bezahlt werden? Und was muss in einer Ratenzahlungsvereinbarung enthalten sein? Finden Sie hier die wichtigsten Informationen sowie ein Download- Muster zur Ratenzahlungsvereinbarung.

1. Was ist eine Ratenzahlungsvereinbarung?

In einer Ratenzahlungsvereinbarung wird festgelegt, dass der Schuldner seine Schuld über einen festgelegten Zeitraum in mehreren Teilzahlungen begleicht, anstatt die Rechnungssumme auf einmal zu bezahlen. Die Voraussetzung für eine Ratenzahlungsvereinbarung ist zunächst, dass zwei Personen einen schuldrechtlichen Vertrag miteinander geschlossen haben und eine offene Forderung existiert, welche vom Schuldner beglichen werden muss.

2. Was muss bei der Erstellung einer Ratenzahlungsvereinbarung beachtet werden?

Es wichtig, die Ratenzahlungsvereinbarung genau zu überprüfen, ob alle notwendigen Informationen enthalten sind.

a. Was unbedingt enthalten sein muss

In der Ratenzahlungsvereinbarung muss festgehalten sein, dass geschuldete Betrag vom Schuldner gegenüber dem Gläubiger tatsächlich besteht. Außerdem muss in der Vereinbarung neben Angaben zum Schuldner und Gläubiger auch die gesamte offene Schuld festgehalten sein. Ganz wichtig ist es, dass geregelt ist, wie hoch die Raten sind, die gezahlt werden müssen. Zudem werden die Zahlungsintervalle vereinbart. In den meisten Fällen wird monatliche Zahlung vereinbart, es können aber bei Bedarf auch andere Zeitintervalle (z.B. quartalsweise) vereinbart werden.

Falls die Zahlung nicht zum vereinbarten Zeitpunkt eingeht, regelt die Ratenzahlungsvereinbarung, ab wann es sich genau um Zahlungsverzug handelt und welche Folgen sich daraus ergeben.

b. Was optional enthalten sein kann

Es können in der Ratenzahlungsvereinbarung weitere Regelungen festgehalten werden. So kann beispielsweise die erste Ratenzahlung aufgeschoben werden. Es kann auch vereinbart werden, dass eine oder mehrere Ratenzahlungen ausgesetzt werden können.

 

3. Wann wird eine Ratenzahlungsvereinbarung verwendet?

Die Ratenzahlungsvereinbarung wird verwendet, wenn der Schuldner beantragt, den geschuldeten Betrag in Raten zu bezahlen. Das ist meistens bei größeren Summen der Fall, es ist aber keine Mindestsumme vorgeschrieben. Eine Ratenzahlung kann immer vereinbart werden, wenn es dem Schuldner nicht möglich ist, die Summe auf einmal zu zahlen. Die Aufforderung zur Ratenzahlung kann ebenso durch ein Gerichtsurteil erfolgen.

 

4. Wann und wie kann ich um eine Ratenzahlung beantragen?

Generell kann eine Ratenzahlung beim Gläubiger beantragt werden, wenn die Forderung nicht sofort und vollständig beglichen werden kann. Sollte die Summe zu hoch sein, um sie rechtzeitig in ganzer Höhe zu bezahlen, kann Ratenzahlung angefragt werden. Dieser Anfrage muss der Gläubiger zustimmen um eine gültige Ratenzahlungsvereinbarung zu erreichen.

5. Kann ich bei Online-Zahlungsanbietern mit Raten zahlen?

Viele Online-Zahlungsanbieter bieten Ratenzahlungen an. Besteht die Möglichkeit für Ratenzahlungen beim jeweiligen Online-Zahlungsanbieter, wird dies beim Bezahlvorgang im Onlineshop angezeigt. Dafür benötigen Sie meist einen bereits bestehenden Login, welcher mit Ihrem Bankkonto verbunden ist. Hier wird oft im Hintergrund eine schnelle Bonitätsprüfung mit Ihren Angaben durchgeführt. Fällt diese Prüfung positiv aus, können Sie bequem in Raten bezahlen.

6. Muster/Vorlage einer Ratenzahlungsvereinbarung

Wenn Sie eine Ratenzahlungsvereinbarung benötigen, können Sie das folgende Muster nutzen und einfach Ihre Daten einfügen. Es handelt sich dabei jedoch nur eine Formulierungshilfe. Das Muster sollte bei Bedarf entsprechend angepasst werden. Diese Ratenzahlungsvereinbarung kann für jegliche Geschäfte verwendet werden.


Ratenzahlungsvereinbarung

zwischen

____________________________________ (Gläubiger)
und

____________________________________ (Schuldner)

Der Schuldner bestätigt, dass eine offene Schuld in Höhe von ________ € zuzüglich ____ % Zinsen gegenüber dem Gläubiger besteht. Dies ist ein Gesamtbetrag von__ ______ €

 (in Worten: _____________________________________ Euro)

Der Schuldner hat die Möglichkeit, den Betrag in monatlichen Raten zu jeweils _______ €

 (in Worten: ___________________ Euro) zu zahlen.

Diese werden jeweils am ____. eines Monats fällig, beginnend am ___.___.20__.

Die Zahlungen sollen auf das folgende Konto des Gläubigers geleistet werden:

________________________________________________ (IBAN)

________________________________________________(Name der Bank)

Sollte die Rate bis zum ___.Werktag nach Fälligkeit nicht eingehen, kann der Gläubiger verlangen, dass die Restschuld einmalig beglichen wird.


__________________________                _________________________
Ort, Datum, Schuldner                    Ort, Datum, Gläubiger

FAQ

Was muss eine Ratenzahlungsvereinbarung enthalten?

Neben allgemeinen Daten zu Gläubiger und Schuldner, muss unbedingt festgelegt werden, in welcher Höhe die Raten und zu welchem Zeitpunkt die Raten bezahlt werden müssen. Zudem enthält die Vereinbarung die Folgen eines Zahlungsverzugs.

Wann kann ich um eine Ratenzahlung bitten?

Wenn die offene Forderung nicht komplett auf einmal beglichen werden kann, kann Ratenzahlung vereinbart werden. Dem Antrag auf Ratenzahlung muss der Gläubiger nicht zustimmen. Vor allem bei größeren Summen wird oft auf eine Ratenzahlung zurückgegriffen.

Was ist eine Ratenzahlungsvereinbarung?

In einer Ratenzahlungsvereinbarung wird festgelegt, dass der Schuldner dem Gläubiger die offene Forderung in regelmäßigen Teilzahlungen (Raten) zurückzahlt. Sie legt fest, in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt die Raten fällig sind.

Über den Autor

Beniamin Marfici wurde in Rumänien geboren, wuchs in Spanien auf und lebt seit 2012 in Deutschland. 2020 schloss er seine Ausbildung als Kaufmann für Büromanagement ab und arbeitet seitdem als Sacharbeiter für Inkassotätigkeiten bei abilita. Hier kann er seine Stärken – unter anderem sein Sprachtalent und seine Kommunikationsfähigkeit – perfekt einbringen.