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Risikomanagement

Worauf beim Risikomanagement geachtet werden muss

 

Als Unternehmer hat man sich stets verschiedenen Herausforderungen zu stellen. Manche können eine Chance sein, andere wiederum ein Risiko. Zum unternehmerischen Handeln gehören Risiken daher dazu, insbesondere da die Zukunft und Auswirkungen von Handlungen nicht sicher einschätzbar sind. Wichtig ist es hierbei, routiniert und zielgerichtet mit möglichen Risiken umzugehen und diese bestenfalls in Chancen zu verwandeln.

Was ist Risikomanagement?

Mit geeigneten Methoden macht es Risikomanagement möglich, Transparenz über die Risikosituationen in einem Unternehmen zu schaffen. Dabei umfasst das Risikomanagement alle Aktivitäten im Umgang mit Risiken, aber auch Chancen. Ziel ist es, das Ertrag-Risiko-Profil eines Unternehmens zu optimieren und auf diese Weise ein robustes Unternehmen zu schaffen.

Eigentümer erhalten so ein akzeptables Insolvenzrisiko sowie eine akzeptable Ertragsvolatilität. Ebenso sorgt das Risikomanagement für Transparenz in Sachen Planungssicherheit sowie für die Reduzierung von Planabweichungen. Um unternehmerische Entscheidungen treffen zu können, wird auch häufig eine Analyse von Chancen und Gefahren notwendig. Solch eine Analyse führt zu einer risikogerechten Bewertung verschiedener Handlungsoptionen wie beispielsweise Investitionen oder das Gewähren einer längeren Zahlungsfrist bzw. eines Kredits.

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass sich das Risikomanagement mit den unterschiedlichen Arten von Risiken befasst, welche in einem Unternehmen zu Planabweichungen führen können. Darunter fallen strategische Risiken, Marktrisiken, Ausfallrisiken und auch Compliance-Risiken sowie Risiken in der Leistungserstellung.

Welche Risiken gibt es zu beachten?

Grundsätzlich sollte man jeglichen Risiken im Unternehmen Beachtung schenken. Selbst kleinere Konflikte können weitreichende Folgen haben. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass auf jedes Risiko ein Großteil der vorhandenen Zeit verbraucht werden muss. Für diverse Arten von Risiken, den sogenannten Risikofeldern, gibt es bereits spezielle Risikomanagement-Ansätze, welche den Umgang mit Risiken erleichtern. Weitreichende Teilaufgaben werden im Unternehmen meist von Controlling, Treasury oder Qualitätsmanagement abgedeckt. Besonderes Augenmerk sollte man auf die Risiken legen, welche bereits bei erster Betrachtung weitreichende Folgen vermuten lassen.

Wie bewerte ich die Risiken am Besten? 

 

Mit Hilfe diverser Risikomanagement-Ansätze können Risiken bereits frühzeitig und zielgerichtet bewertet werden. Durch eine konkrete Analyse dieser Konflikte lassen sich genauere Bewertungen erstellen und Handlungen ableiten. Dabei werden sämtliche wesentlichen Einzelrisiken zuerst inhaltlich nach Risikofeldern strukturiert, systematisch identifiziert und auf Basis der Wahrscheinlichkeit ihres Eintritts sowie der quantitativen Auswirkungen beschrieben. 

Durch die Analyse und Bewertung aller möglicher Risiken können geeignete Risikobewältigungsmaßnahmen zur Risikosteuerung entwickelt werden. Auf diese Weise lässt sich die Risikosituation eines Unternehmens verbessern.

Was kann Ich gegen die anstehenden Risiken unternehmen?

Dank der Risikobewältigungsmaßnahmen, welche oft auf Basis eines Risikomanagement-Ansatz gewählt oder durch eine Analyse mit anschließender Bewertung entwickelt wurden, kann man routiniert und zielgerichtet mit Risiken umgehen. Sie zeigen Lösungswege auf und helfen dabei, künftig diese Konflikte zu vermeiden. Daneben verbleiben jedoch stets weitere Optionen, wie mit Risiken umgegangen werden kann. Diese Optionen sollte man unter Umständen auch in Betracht ziehen, wenn man bereits einen Lösungsansatz gefunden und verfolgt hat.

Beobachtung der Risiken

Die Risiken können sich im Verlauf der Zeit durchaus verändern. Daher ist eine kontinuierliche Beobachtung der wesentlichen Risiken durchaus ratsam. So lässt sich die Risikosituation stets transparent beurteilen. Gemäß des KonTraG sollte jedoch die Verantwortlichkeit über die Überwachung der wesentlichen Risiken sowie alle damit verbundenen Prozesse und Kommunikationswege übersichtlich dokumentiert werden.

Anpassung der Projektplanung unter Berücksichtigung der Risiken

Erfordert es die Situation oder die möglichen Auswirkungen der Risiken, sollte eine Anpassung der Projektplanung in Betracht gezogen werden. So sollte möglicherweise die Risikopolitik oder auch die Risikostrategie einer erneuten Analyse und Optimierung unterzogen werden. Sollten Kunden beispielsweise vermehrt Rechnungskäufe gewählt und dennoch nicht fristgerecht gezahlt haben, könnte man dieses Risiko durch Verwehren einer Rechnungszahlung ausschließen.

Was gibt es noch zu beachten?

Für zahlreiche Basisaufgaben im Risikomanagement gibt es bereits verschiedene Managementsysteme. Darüber hinaus sollten Risiken stets beobachtet und idealerweise analysiert werden. Letztlich sollten alle Aufgaben des Risikomanagement dafür sorgen, dass das Unternehmen in eine erfolgreiche Zukunft blicken kann. 

Innerhalb eines Unternehmens bildet oftmals ein „Three Lines of Defence Modell“ die Abwehr gegen Risiken. Hierbei wird bei den operativ tätigen Mitarbeitern und Führungskräften ein korrekter Umgang mit Risiken erwartet, zudem unterstützen das Risikomanagement und die interne Revision dabei die Mitarbeiter.

Häufig gestellte Fragen zum Risikomanagement:

Das Risikomanagement stetll eine wichtige Instanz im Unternehmen dar. Es hilft dabei, sich gegen mögliche Risiken zu schützen und so beispielsweise Zahlungsausfälle zu vermeiden. Um einen Überblick über die wichtigsten Punkte und häufigsten Fragen zu bieten, haben wir hier einige Informationen zusammengefasst: 


Was gehört alles zu einem ordentlichen Risikomanagement?

Um das komplette Risikomanagement abdecken zu können, sollten Risiken rechtzeitig erkannt und anschließend analysiert und bewertet werden. Auf Basis der Analyse und Bewertung sollten die korrekten Maßnahmen gewählt und umgesetzt werden. Die mögliche Veränderung der Risiken sollte stets beobachtet werden, um die Maßnahmen nach Bedarf anzupassen.

Wer kann ein rechtlich korrektes Risikomanagement erstellen?

Je nach Struktur des Unternehmens können verschiedene Abteilungen bzw. Mitarbeiter ein rechtlich korrektes Risikomanagement erstellen. Meist bilden sich für diese Aufgabe jedoch eigene Kompetenzzentren, welche eng mit dem Controlling, Treasury oder Qualitätsmanagement zusammenarbeiten. Zusätzlich gibt es jedoch auch Dienstleister, die sich darauf spezialisiert haben, Unternehmen zu Risiken zu beraten und entsprechende Maßnahmen generieren und umzusetzen.

Warum benötige ich ein Risikomanagement?

Kaum ein Unternehmen ist vor den Auswirkungen von Risiken geschützt. Sie gehören zum Alltag dazu. Jedoch sollten Risiken minimiert und bestenfalls in Chancen umgewandelt werden. Genau damit beschäftigt sich das Risikomanagement. Es hilft dabei, die Risiken mit geeigneten Maßnahmen zu reduzieren und zeitgleich Chancen zu erkennen, welche den langfristigen Erfolg eines Unternehmen sicherstellen.

Wann benötige ich ein Risikomanagement?

Das Risikomanagement hilft dabei, negative Auswirkungen von Risiken zu vermeiden. Immer dann, wenn ein Risiko den Erfolg eines Unternehmens negativ beeinflussen könnte, hilft das Risikomanagement. Insbesondere dann, wenn beispielsweise Waren an Kunden versendet werden und die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass diese nicht bezahlt werden, unterstützt das Risikomanagement mit geeignet Abwehrmaßnahmen vor einem Zahlungsausfall.

Was kann ich als Risikomanager verdienen?

Ein Risikomanager schützt den Erfolg und somit auch den Wert eines Unternehmens. Er ist dabei maßgeblich daran beteiligt, dass das Unternehmen langfristig erfolgreich arbeiten kann und wird daher auch entsprechend entlohnt. Der Mittelwert des Gehalts eines Risikomanagers beträgt in Deutschland 5.371 € und ist somit ein äußerst interessanter Job für Personen mit Zahlenaffinität und einem extrem gut ausgeprägten Menschenverstand.

Welche Risiken gibt es bei einem Projekt?

Gewisse Risiken gibt es bei jedem Projekt, gänzlich vermeiden lassen sie sich nur in Ausnahmefällen. Einige wenige sind jedoch ausschlaggebend über den Erfolg eines Projekts bzw. eines Unternehmens. Besondere Beachtung verdienen jedoch die Risiken, welche einen langfristigen Schaden mit sich bringen können. Insbesondere Zahlungsrisiken sind hier zu beachten, denn fehlen auf der Einnahmenseite Gelder, folgen daraus auch Probleme auf der Ausgabenseite.

Was mache ich, wenn ein Risiko nicht zu verhindern ist?

Nicht jedes Risiko lässt sich im Vorfeld ausschließen. Nun gilt es, routiniert und zielorientiert mit dem Risiko umzugehen und mittels geeigneter Maßnahmen die Risiken auf ein Minimum zu reduzieren. Die möglichen Veränderungen des Risikos sollten stets beobachtet und die Maßnahmen entsprechend auch angepasst werden.